degewo-Gründerpreis 2014

Fünf Fragen zum 5. Wettbewerb an Jury-Mitglied Nils Busch-Petersen

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Fünf Fragen zum 5. degewo-Gründerpreis an Jury-Mitglied Nils Busch-Petersen, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg (Bild: Peter Adamik)


Was ist Ihnen als Jury-Mitglied bei der Bewertung der Bewerbung besonders wichtig?

1. Ein originelles Konzept, eine gute Idee,

2. eine solide kaufmännische Planung und

3. ein Konzept, dass zur angebotenen Immobilie und ihrem Umfeld passt.

Dieser „ Drittelmix“ muss stimmen.

Worauf sollten Existenzgründer achten?

Existenzgründer sollten darauf achten sich in der oft unübersichtlichen Startphase nicht zu verzetteln. Wichtig ist z. B. ein Überblick dahingehend, ob und wo es Möglichkeiten zum Austausch mit Kollegen und zum Erhalt aktueller Informationen gibt. Kooperation ist auch für Existenzgründer schon ein Gebot, ob in der vertikalen Zusammenarbeit z. B. mit den Vorstufen in Form von Einkaufsverbünden oder -genossenschaften, ob in der horizontalen Ebene durch Abstimmung und Integration in lokale Arbeits- und Werbegemeinschaften oder in vernetzter Form durch die Mitgliedschaft in den Verbänden, um die eigenen Interessen wirksamer zu vertreten.

Welche persönlichen Eigenschaften sollten Gründer mitbringen? 

Max Weber hat in seinem Werk „Politik als Beruf“ eine Vorgabe angeboten, die meines Erachtens für jeden ernsthaft auszuübenden Beruf gilt: Auch Existenzgründer brauchen Leidenschaft, Augenmaß und Verstand. 

Wen sollten potentielle Gründer um Rat fragen? 

Potenzielle Gründer sollten zügig eine vertrauensvolle Beziehung zu einer Hausbank aufbauen und den Kontakt zu erfahrenen Kollegen suchen. Ich empfehle im Vorfeld der Gründung, Läden oder andere Unternehmen mit vergleichbarem Konzept gezielt einmal außerhalb Berlins oder auch außerhalb Deutschlands aufzusuchen, um den eigenen Horizont zu vergrößern. Nach dem eigentlichen Start fehlt dafür oft auf Jahre die nötige Zeit.

Welches Unternehmen haben oder hätten Sie gerne einmal selbst gegründet?

Ein Haus des Handels als Verbindung aus musealen Elementen, um die Geschichte dieses spannenden und sehr dynamischen Wirtschaftszweiges besser vermitteln zu können, kombiniert mit einem Ort des Austausches und der Information über Gegenwartsfragen und einer Plattform für Forschungen zur Zukunft des Handels. Noch ist so ein Unternehmen nur meine Vision, aber ohne Visionen gibt es bekanntlich keinen Erfolg.